Pfandbrief bezeichnet eine gedeckte Bankanleihe: Ein besonders zugelassenes Kreditinstitut nimmt damit am Kapitalmarkt Geld auf und hinterlegt dafür einen gesetzlich geregelten Bestand an Sicherheiten, meist Immobilienkredite oder Forderungen gegenüber dem Staat. Grundlage ist das Pfandbriefgesetz. Die strengen Deckungs- und Aufsichtsregeln gelten als Grund für sein hohes Ansehen bei Anlegern.
Der Begriff steht für ein Refinanzierungsinstrument der Banken. Anders als bei einer gewöhnlichen Anleihe haftet nicht nur das Institut selbst. Zusätzlich stehen die im Deckungsstock gebündelten Kredite als Sicherheit bereit. Je nach Art dieser Sicherheiten unterscheidet man Hypotheken-, Schiffs-, Flugzeug- und Öffentliche Pfandbriefe.
Am europäischen Markt für gedeckte Wertpapiere (Covered Bonds) gilt der deutsche Pfandbrief als Maßstab. Was ihn von vergleichbaren Papieren anderer Länder abhebt, sind sein eigenes Gesetzeswerk, verbindliche Regeln zur Bewertung der Sicherheiten und die laufende staatliche Aufsicht.
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