Wie werden Zinssätze für Ratenkredite an private Haushalte statistisch erfasst?

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Die Deutsche Bundesbank weist Zinssätze für Ratenkredite in ihrer MFI-Zinsstatistik aus. Banken melden dafür seit Januar 2003 monatlich Zinsen und Volumina, sowohl für neu vergebene Kredite als auch für den Bestand. Die Statistik gilt einheitlich im Euroraum und löste die frühere Bundesbank-Zinsstatistik ab, die bis Juni 2003 lief.

Wer wissen will, welche Zinsen Banken in Deutschland für Ratenkredite verlangen, findet die verlässlichste Antwort in der MFI-Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank. Diese Erhebung läuft seit Januar 2003 und folgt in allen Ländern des Euroraums derselben Methode. MFI steht für monetäre Finanzinstitute, also die Banken, deren Konditionen in die Statistik einfließen.

Die Statistik erfasst zweierlei. Zum einen melden die inländischen Banken, zu welchen Zinssätzen sie im jeweiligen Berichtsmonat neue Kredite vergeben und Einlagen hereingenommen haben, jeweils mit den zugehörigen Volumina. Zum anderen fließen die Konditionen aller Verträge ein, die am Monatsende noch bestehen. Dabei zählen Einlagen und Kredite in Euro an private Haushalte und nichtfinanzielle Unternehmen mit Sitz in einem Land der Währungsunion.

Ratenkredite an private Haushalte bilden darin eine eigene Produktgruppe. Die Bundesbank stellt für Konsumentenkredite eigene Zeitreihen zum Abruf bereit. Die ausgewiesenen Effektivzinssätze sind Durchschnittswerte, gewichtet nach dem Volumen der Verträge: Ein großes Kreditvolumen zählt für den Durchschnitt stärker als ein kleines.

Vorgängerin war die nationale Bundesbank-Zinsstatistik. Sie entstand 1967, nachdem der Staat die Zinsen freigegeben hatte, und lief bis Juni 2003. Die alte Statistik rechnete anders: Die Banken meldeten die Zinssätze, die sie im Neugeschäft mit inländischen Kunden außerhalb des Bankensektors am häufigsten vereinbart hatten, bezogen auf einige standardisierte Produkte und auf die mittleren zwei Wochen eines Monats.

Weil beide Erhebungen unterschiedlich aufgebaut sind, lassen sich ihre Werte nur eingeschränkt vergleichen. Wer Zinsreihen über das Jahr 2003 hinweg betrachtet, sollte den Methodenwechsel im Blick behalten. Die Bundesbank erläutert beide Verfahren in Aufsätzen ihrer Monatsberichte vom Januar 2004 und vom Juni 2011 und stellt eine Gegenüberstellung der Erhebungspositionen beider Statistiken bereit.

Allgemeine Erklärungen, keine Beratung im Einzelfall. Hinweise zu diesen Inhalten

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