Wie funktioniert der neue SCHUFA-Score bei Ratenkrediten?

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Die SCHUFA hat ihr Punktesystem im März 2026 umgestellt und die Kriterien erstmals offengelegt. An die Stelle von Basisscore und Branchenwerten tritt ein einziger Punktestand, der sich aus zwölf Merkmalen zusammensetzt und höchstens 999 Punkte erreicht. Drei dieser Merkmale betreffen Ratenkredite: die Zahl der Aufnahmen im letzten Jahr, die Restlaufzeit und der Status laufender Verträge.

Die SCHUFA hat ihr Punktesystem im März 2026 umgestellt und dabei erstmals offengelegt, welche Merkmale in die Bewertung einfließen. Wer möchte, kann seine eigene Einstufung seither nachrechnen. Betroffen sind viele: Die Auskunftei führt Daten von 68 Millionen Menschen in Deutschland.

An die Stelle des früheren Basisscores und der sechs Branchenwerte tritt ein einziger Punktestand. Er speist sich aus zwölf Kriterien, für die es jeweils Punkte gibt, in der Summe höchstens 999. Ab 776 Punkten gilt die Bonität als hervorragend, was laut SCHUFA auf 63,5 Prozent der erfassten Personen zutrifft.

Für die meisten ändert der Wechsel wenig. 83 Prozent bleiben nach Angaben der Auskunftei in derselben Klasse, neun Prozent rücken auf, acht Prozent rutschen ab. Schlechter gestellt sind vor allem Menschen, über die kaum Daten vorliegen.

Drei der zwölf Kriterien betreffen unmittelbar den Ratenkredit: wie viele Kredite in den vergangenen zwölf Monaten aufgenommen wurden, wie lange der am längsten laufende noch dauert, und welchen Status die laufenden Verträge haben. Ein Immobilienkredit wird gesondert erfasst.

Die Kriterien wiegen allerdings sehr unterschiedlich. Ganz oben steht das Zahlungsverhalten: Wer drei Jahre lang alles fristgerecht beglichen hat, erreicht dafür 264 Punkte und damit gut ein Viertel der erreichbaren Summe. Ratenkredite fallen deutlich weniger ins Gewicht. Ohne laufenden Ratenkredit gibt es 9 Punkte, für einen bereits abbezahlten 19.

Diese Abstufung erklärt die SCHUFA mit ihrer eigenen Statistik. Sie hat berechnet, wie stark einzelne Ereignisse, etwa ein Umzug oder eine frische Kreditaufnahme, die Wahrscheinlichkeit späterer Zahlungsprobleme erhöhen.

Wer einen Ratenkredit plant, kann seinen Punktestand also selbst beeinflussen. Am stärksten wirkt es, Rechnungen pünktlich zu begleichen. Mehrere kleine Kredite in kurzer Folge drücken den Wert, weshalb sich zügiges Tilgen lohnt. Und wer ein Girokonto oder eine Kreditkarte sucht, erledigt Vergleich und Abschluss besser binnen 28 Tagen: Fragen mehrere Banken in diesem Zeitraum an, wertet die SCHUFA das als eine einzige Suche statt als viele.

Auch Beständigkeit zahlt sich aus, denn das Alter des ältesten Bankvertrags und der ältesten Kreditkarte fließt mit ein. Vor einer Kündigung lohnt deshalb ein Blick auf den eigenen Punktestand. Was gespeichert ist, zeigt die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO, die bei der SCHUFA kostenlos zu haben ist, seit der Umstellung auch direkt im eigenen Konto.

Für Kreditdaten gelten feste Fristen. Ein abgelöster Kredit bleibt noch drei Jahre im Bestand, gerechnet ab dem Tag der letzten Zahlung. Anfragen zu Konditionen verschwinden nach zwölf Monaten. Bei einer einmaligen Zahlungsstörung sinkt die Frist seit Januar 2025 von 36 auf 18 Monate, sofern die offene Rechnung binnen 100 Tagen ausgeglichen wird, bis zum Fristende nichts Negatives mehr hinzukommt und weder Schuldnerverzeichnis noch Insolvenzbekanntmachung etwas hergeben. Beantragen muss man die Verkürzung nicht, gelöscht wird automatisch.

Allgemeine Erklärungen, keine Beratung im Einzelfall. Hinweise zu diesen Inhalten

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